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Was ist Ringen?
Ringen ist Kampf, Technik, Taktik, Teamwork, Kraft, Konzentration, Stimmung, Emotion und Ringen ist RS Kriessern.
So beschreibt es die Ringerstaffel Kreissern in ihrem eindrücklichen Video und bringt es auf den Punkt. Ringen vereint nicht nur Fähigkeiten und Können sondern auch Menschen und Freunde.
Laut Wikipedia ist Ringen ein Kampf- und Kraftsport mit Ganzkörpereinsatz ohne weitere Hilfsmittel.
Bei den Olympischen Spielen der Antike gehörte das Ringen unter dem Namen Pale zu den Disziplinen des Fünfkampfs. Darüber hinaus war das Ringen aber auch Einzeldisziplin. In der Antike traten die Athleten beim Ringkampf nackt an. Sie wurden noch nicht in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Einen Bodenkampf gab es damals noch nicht. Sieger war derjenige, der seinen Gegner dreimal zu Boden geworfen hatte.
Mit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit ab 1896 gehört Ringen zum olympischen Programm. Seit 1950 werden jährlich offizielle Weltmeisterschaften im Ringen veranstaltet. Bei den Olympischen Spielen 2004 wurde Freistil-Ringen auch als olympische Disziplin für Frauen eingeführt.
Beim Ringen gibt es mehrere Gewichtsklassen und es werden zwei Stilarten unterschieden:
- Freistil: Der gesamte Körper, vom Kopf bis zu den Füßen, gilt als Angriffsfläche. Das gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.
- Griechisch-Römisch (kurz auch Greco): Nur der Körper oberhalb der Gürtellinie gilt als Angriffsfläche. Dies gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.
Der Mattenrichter zeigt durch Armheben den Kampfsieger an. Ein Ringer zielt generell darauf hin, seinen Gegner aus dem Stand in die Bodenlage und mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen (Schultersieg). Dabei kommen als Techniken Würfe, Schleuder- und Hebelgriffe zum Einsatz. Schläge, Tritte, Stöße und Würgeansätze und Hebel entgegen der Gelenksachse sind verboten. Die Kampfleitung und die Wertung der Grifftechniken übernimmt entweder der Kampfrichter oder ein Kampfgericht aus drei Wertungsrichtern. Sieger ist, wer am Ende der Kampfzeit die meisten Punkte gesammelt hat oder wer vorher seinen Gegner auf beide Schultern gebracht („geschultert“) hat.
Tradition in Untervaz
Ringen hat schon seit vielen Jahrzehnten Tradition in Untervaz. In den 1960er Jahren hat Martin Wolf besser bekannt als «Zigg» in Untervaz eine Ringerschule für Jugendliche ins Leben gerufen und legte grosses Engagement für das Ringen an den Tag. Doch trotz dieser Bemühungen konnte er kein Fortbestand des Ringens in Graubünden gewährleisten und es existierte bis heute nie ein Ringerverein im Kanton. Erst durch die Gebrüder Moser und Derungs Ende der 80er, Anfangs der 90er Jahre wurde das Ringen in der Region Fünf Dörfer wieder etwas bekannter. Aber auch wir konnten nicht lange in Untervaz trainieren (der Stützpunkt in der Mehrzweckhalle löste sich nach kurzer Zeit auf) und schlossen uns wie schon viele Bündner vor uns der Ringerstaffel Kriessern an.
